Grafik: Jochen Querbach

Jeder Tag ein guter Tag

Hörprobe 1

Jeder Tag ein guter Tag

Mit diesem Titel ist das neue Buch von Ellen GenKi und Kurt KyuSei erschienen.


Es handelt sich dabei um eine Sammlung von 115 Texten aus aller Welt und durch die Jahrhunderte, zu denen irgend wann von den beiden ein Vortrag gehalten wurde.
Die Sammlung wird bereichert durch wunderschöne Tuschezeichnungen von Jochen JakuDo Querbach.
Das Buch hat einen festen Einband, ist stabil gebunden, und ist mit 269 Seiten ein schönes Buch geworden, das wegen der allgemeinen Themen und Texten jedem irgendwie nachdenklichen Menschen zu einer Fundgrube an Weisheit werden kann. Also ein Buch für den persönlichen Umgang, aber auch ein schönes Geschenk für allerlei Anlässe.
Es wurde im Eigenverlag Altbäckersmühle herausgebracht und ist nur dort exklusiv  

zum Preis von € 18,50 zu beziehen.

Wer einmal in das Buch hinein hören möchte, kann dies hier tun:

Jeder Tag ein guter Tag

Hörprobe 2

hr-iNFO Podcast:
Interview mit Kurt Österle (und Klaus Hofmeister)

 

Zen im Weg des Bogens


(Interview vom 03.10.2016)


Klaus Hofmeister im Gespräch mit dem Zen-Meister Kurt Kyu-Sei Österle. Er lehrt sowohl die Zen-Meditation, also das stille Sitzen in der Meditation, als auch das Zen-Bogenschießen, das “Zen im Weg des Bogens”. So heißt auch das neue Buch, das er darüber geschrieben hat. Kurt Kyu-Sei Österle lebt in einem einsamen Tal im hinteren Taunus bei Singhofen und hat dort zusammen mit seiner Frau Elllen Gen-Ki Österle, die Altbäckersmühle zu einem Schulungs-Zentrum für Yoga, Zen-Meditation und nicht zuletzt die Kunst des Bogenschießens gemacht.

Zen im Weg des Bogens - KyuSei Kurt Österle
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Foto: Jochen Querbach

Kurt Österle: Wenn der Bogen zerbrochen ist, dann – schieß.


Mit dem Bogenweg die Kunst des Lebens meistern.


Barth Verlag, 2004, 1. und 2. Auflage vergriffen.
Für unzählige Suchende auf dem spirituellen Weg wurde die Lektüre von Herrigels Zen in der Kunst des Bogenschießens zu einem Schlüsselerlebnis. Wer diesen Weg hier und heute auch selbst gehen möchte, braucht dieses Buch des Zen-Lehrers Kurt Österle, der, aufbauend auf Herrigels Erkenntnissen und seinen eigenen langjährigen Erfahrungen, den “Bogenweg” entwickelt hat: die ideale Art und Weise, eine körperlich-praktische Methode mit einer meditativen Geisteshaltung zu verbinden, die sich nicht nur beim Bogenschießen selbst, sondern vor allem auch im alltäglichen Leben bewährt. Pfeil und Bogen sind bloß Hilfsmittel, um das Geheimnis der Lebenskunst zu entdecken, das nicht darin besteht, besser zu treffen, sondern darin, leichter loszulassen.

Kurt Österle: Zen im Weg des Bogens


Über die Kraft aus der wir leben.


ViaNova Verlag, März 2016 – € 16,95


Dieses Buch ist der Versuch, die Erfahrungen mit dem Bogen in über 30 jähriger Praxis und seine Wirkung auf das Leben, den Transfer in den Alltag, zu beschreiben. Dabei geht es um das Aufzeigen von Veränderungen, aber auch um das Auffinden von Kraftquellen, um mutig die Herausforderungen, die der Tag uns bringt, anzugehen.
Der Weg des Bogens wird als spiritueller Weg beschrieben, zugleich wird deutlich, dass diese nicht auf Bogenschützen begrenzt sind und gleichzeitig das Bogenschießen überschreiten.


Ein Buch für alle Suchenden!

Florence Caplow und Susan Moon:


Das Verborgene Licht.

100 Geschichten erwachter Frauen aus 2500 Jahren, betrachtet von (Zen-)Frauen heute


Hardcover, 17 x 24 cm, 512 Seiten
ISBN 978-3-942085-48-9
Euro 28,00

2013 erschien die amerikanische Ausgabe HIDDEN LAMP mit 100 buddhistischen Geschichten/Zen-Geschichten/Zen-Koans, kommentiert von 100 zeitgenössischen
(Zen-)Frauen. Das Buch hat in den USA lebhafte Diskussionen ausgelöst über zeitgemäße Formen von Spiritualität, über zentrale Aspekte im Buddhismus oder Zen, die bisher meist nur einseitig durch eine männliche Brille betrachtet wurden.

DAS VERBORGENE LICHT, die deutschsprachige Ausgabe, ist in diesen Tagen erschienen und enthält zusätzliche Betrachtungen von 16 deutschsprachigen (Zen-)Frauen. GenKi ist eine dieser Zen-Frauen, die ihren Beitrag zum Buch geliefert haben.

Rezension in “Buddhismus aktuell”
Ausgabe 3 / 2016


Kurt KyuSei Österle ist ein erfahrener Zen-Lehrer und leitet seit vielen Jahren gemeinsam mit seiner Frau Ellen GenKi das Haus der Stille, die Altbäckersmühle. Und er lehrt die Zen-Kunst des Bogenschießens. In seinem neuen Buch ladt er dazu ein, diese Kunst mehr und mehr als einen Weg der inneren Befreiung zu verstehen. Es geht dabei nicht so sehr um technische Perfektion, sondern um einen Ubungs- und Entwicklungsweg der Selbsterkenntnis und liebevollen Selbstannahme. ,,Das Geheimnis der Lebenskunst besteht nicht darin, besser zu treffen – sprich, etwas zu erreichen -, sondern darin, leichter loszulassen.”
Anhand von wiederholten Reflektionen des eigenen Werdegangs, von Betrachtungen über Zen in Vergangenheit und Gegenwart und von Meditationsanleitungen vermag es Kurt KyuSei Osterle, die Faszination, aber auch die Schwierigkeiten dieses Ubungsweges deutlich zu machen und zu zeigen, dass dieser Weg wenn man ihn konsequent geht, letztlich all das vermittelt, was wir brauchen, um ein erfulltes, waches, liebevolles Leben zu fuhren.


Ursula Richard

Rezension in “Buddhismus aktuell”
Ausgabe 3 / 2016


Kurt KyuSei Österle ist ein erfahrener Zen-Lehrer und leitet seit vielen Jahren gemeinsam mit seiner Frau Ellen GenKi das Haus der Stille, die Altbäckersmühle. Und er lehrt die Zen-Kunst des Bogenschießens. In seinem neuen Buch ladt er dazu ein, diese Kunst mehr und mehr als einen Weg der inneren Befreiung zu verstehen. Es geht dabei nicht so sehr um technische Perfektion, sondern um einen Ubungs- und Entwicklungsweg der Selbsterkenntnis und liebevollen Selbstannahme. ,,Das Geheimnis der Lebenskunst besteht nicht darin, besser zu treffen – sprich, etwas zu erreichen -, sondern darin, leichter loszulassen.”
Anhand von wiederholten Reflektionen des eigenen Werdegangs, von Betrachtungen über Zen in Vergangenheit und Gegenwart und von Meditationsanleitungen vermag es Kurt KyuSei Osterle, die Faszination, aber auch die Schwierigkeiten dieses Ubungsweges deutlich zu machen und zu zeigen, dass dieser Weg wenn man ihn konsequent geht, letztlich all das vermittelt, was wir brauchen, um ein erfulltes, waches, liebevolles Leben zu fuhren.


Ursula Richard

Publik Forum, Mai 2017 : Zen im Weg des Bogen

geschrieben von: Klaus Hofmeister

“Das Geheimnis der Lebenskunst besteht nicht darin, besser zu treffen – sprich, etwas zu erreichen -, sondern darin, leichter loszulassen”, schreibt Kurt Österle. Der ehemalige evangelische Pfarrer und Zen-Meister versteht die Kunst des Bogenschießens als Modell für die Meisterung des Lebens insgesamt. Vor der Scheibe, in den rituellen Übungen mit Pfeil und Bogen offenbaren sich “eingefleischte” Verspannungen genauso wie lebensprägende Muster, Ehrgeiz und Leistungswille genauso wie Versagensangst. Das Bogenschießen ist zugleich ein Weg zur liebevollen Selbstannahme und Befreiung, um jenseits der “Anhaftungen” des Egos “sorglose Freiheit und undendliches Glück zu finden”. Österle gibt einen tiefen Einblick in seine langjährige Praxis als Bogenlehrer in der “Altbäckersmühle” im Hintertaunus und in die Freuden und Härten des Weges. Texte, Lehrvorträge und Meditationen aus der Zen-Praxis machen das Buch zu einer existenziell anregenden Lektüre.

 

Artikel in der Rhein-Lahn-Zeitung, 9.11. 2016

ZEN-Bogenschießen in der Altbäckersmühle

„Das Bogenschießen ist ein Spiegel meines Inneren“, sagt Kurt Österle und nennt auch gleich ein Beispiel: „Wenn ich beim Bogenschießen Ehrgeiz, Neid, Stolz oder Schuldzuweisung empfinde, erkenne ich darin ein Verhaltensmuster wieder, das auch mein Leben prägt. Diese Erkenntnis hilft mir, meine innere Haltung zu verändern und zu sagen: ‚Schieß so gut, wie du kannst – aber nicht, um besser zu sein als andere, sondern einfach um des Schießens willen.‘“
Das Zen-Bogenschießen – für Kurt Österle ist es weit mehr als eine Sportart. Es ist eine Geisteshaltung, eine meditative Beschäftigung und ein Weg, um zu sich selbst zu finden. Vor Kurzem hat der 79-Jährige sein zweites Buch über seine große Leidenschaft geschrieben. „Zen im Weg des Bogens“ (Via Nova Verlag, € 16,95) heißt es im Haupt- und „Über die Kraft, aus der wir leben“ im Untertitel und ist nach den Worten seines Autors aus der Motivation heraus entstanden, seine Lebenserfahrungen an andere weiterzugeben. „Und zwar sowohl, was den technischen Ablauf als auch, was die inneren Prozesse beim Bogenschießen betrifft“, betont er. Eine Art Vermächtnis und eine nicht alltägliche Variante der Autobiografie also. „Die Kraft, aus der wir leben“, ist die Stille. „Praktisch geübt wird sie in der klassischen Sitzmeditation und im meditativen Gehen, Stille in der Bewegung beim Yoga und insbesondere beim Bogenschießen mit seinen besonderen Hausforderungen. Immer geht es  darum, aus der Stille, aus der Mitte heraus zu handeln“, so Österle.
Logisch, dass es in dem Buch auch um die Altbäckersmühle geht – jenes idyllische Fleckchen Erde im Hasenbachtal, bei Singhofen, an dem Kurt und Ellen Martha Österle seit mittlerweile 35 Jahren leben. Im verwunschenen Garten der Mühle erzählt Kurt Österle vom früheren Leben des Ehepaars. Seit 55 Jahren verheiratet, zwei Söhne und drei Enkel, erzählt von einer Zeit, in der er als evangelischer Theologe, Kreistagsabgeordneter und Bürgermeister einer rheinhessischen Gemeinde, sie engagiert an einer Schule für geistig und körperlich Behinderte, tätig waren. Irgendwann war es genug damit. „Wir wollten gemeinsam etwas Neues beginnen“, sagt Österle. „Per Zufall habe ich in der Zeitung gelesen, dass im Taunus eine alte Wassermühle zu verkaufen war. Wir haben sie uns angeschaut und waren fasziniert.“ Was folgte, war zunächst so etwas wie eine Aussteigeridylle: „Wir wollten autark leben, hielten unter anderem Hühner, Gänse, Enten und Ziegen, machten unseren Käse selbst, hatten einen eigenen Biogarten, eine eigene Wasserversorgung und erzeugten über eine Wasserturbine unseren eigenen Strom.“ Eine schöne, für die persönliche Entwicklung wichtige, aber auch ziemlich harte Zeit sei es gewesen, blickt Kurt Österle auf das Selbstversorger-Dasein zurück. Die Arbeit wurde spätestens dann zu viel, als sie vor 24 Jahren in der Altbäckersmühle das Haus der Stille eröffneten. Dort unterrichten die Österles Zen-Meditation – und setzen darüber hinaus unterschiedliche Schwerpunkte: Während Ellen Martha Österle, eine seit Jahrzehnten ausgebildete Yogalehrerin, Yogakurse gibt, hat sich ihr Mann auf besagtes Zen-Bogenschießen spezialisiert. „In Indien habe ich eine besondere Art des Bogenschießens kennengelernt, bei der alles sowohl mit der rechten als auch mit der linken Körperseite geübt wird, sodass sie beide Gehirnhälften aktiviert“, erzählt er. Was hat ihn, den ehemaligen Pfarrer und heutigen Zen-Meister, eigentlich so am Zen-Buddhismus überzeugt?  Am Christentum habe ihm auf Dauer die mystische Seite der Religion im Sinn von gelebter Erfahrung gefehlt, erwidert er. Glaubensbekenntnisse, Dogmen, trennen die Menschen wie wir erleben, und lässt einen dramatischen Fanatismus entstehen. Das sehen wir in Teilen des Islam,  davon war und ist auch das Christentum nicht frei. Der Zen-Buddhismus ist keine Religion, sondern eine Geistesschulung und ein Erfahrungsweg, hin zur Freiheit des Geistes, hin zu größerer Toleranz und Mitgefühl zu allem Seienden.
Ob ihn nicht manche angesichts solcher Überlegungen in die Esoterik-Ecke stellen? „Klar, das kommt vor“, räumt er ein. „Aber den Betreffenden sage ich immer: „Bei uns könnt ihr nicht lernen, durch die Wand zu gehen. Was ihr aber lernen könnt, ist, innerhalb der vier Wände, die ihr habt, ein gutes und heilsames Leben zu führen.“ Egal ob Meditation, Yoga oder Bogenschießen , die Menschen kommen aus ganz Deutschland, der Schweiz oder Österreich. Manche sind neugierig, andere leben in einer Krise, Ehe, Arbeitswelt, Grenzerfahrungen, Midlife Crisis – immer aber sind sie auf der Suche nach Tiefe und Klarheit und Stille. Überhaupt die Stille: Sie hat nicht nur dem Seminargebäude seinen Namen gegeben, zu dem vor einigen Jahren ein von einem Förderverein betriebenes Gästehaus mit 14 Einzel- und Doppelzimmer, hinzukam. Sie steht auch für ein Prinzip, ohne das in der Altbäckersmühle gar nichts geht. „In den Kursen üben wir die Stille ein , sagt Österle. und er zitiert  den berühmten Geiger Yehudi Menuhin der sagt: „Die Stille ist die Quelle aller Kreativität, aber man muss sie sich erarbeiten.“ Die Kommunikation bestehe im Schweigen, präzisiert er: „In der Meditation entsteht eine tiefe Verbundenheit untereinander und mit allen Wesen.“
Und noch etwas ist ihm wichtig zu betonen: „Zen-Meditation ist keine Flucht in eine Phantasiewelt. Im Gegenteil, bei Zen geht es darum, sich mit einem wachen Geist den Herausforderungen des Alltags zu stellen. Darum, inmitten der Probleme, die man hat, Lösungen zu finden oder zumindest zu lernen, wie man mit ihnen leben kann.“

Seit über 27 Jahre Sei-Sui Zendo - Zen-Gemeinschaft des stillen Wassers